
Erzählkonzert zur Erinnerung an die Opfer des Stalag 326
Das Gefangenenlager Stalag 326 Senne war während des zweiten Weltkriegs Durchgangslager für vor allem sowjetische Kriegsgefangene. Bis zu 200.000 Gefangene wurden hier registriert und für die Zwangsarbeit auf ganz Nordrhein-Westfalen verteilt. Viele von ihnen überlebten die Zeit der Gefangenschaft und der Zwangsarbeit nicht. Mindestens 10.000 Tote liegen auf dem Ehrenfriedhof in unmittelbarer Nähe der Gedenkstätte.
Schülerinnen und Schüler des Brackweder Gymnasiums haben sich intensiv mit dem Stalag 326 beschäftigt, das in Schloß Holte-Stukenbrock nur 13 Kilometer entfernt von ihrer Schule liegt. Sie beschreiben ihr Projekt so: „Dies ist ein Ort, der noch heute an das Leid und die Angst der Gefangenen, aber auch an ihre Hoffnungen erinnert. Der Besuch vor Ort hat uns tief bewegt. Die Atmosphäre, die Geschichten der Gefangenen und die Stille des Geländes haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit dieser Vergangenheit auseinanderzusetzen. Aus diesen Eindrücken ist ein besonderes Theaterprojekt entstanden: ,Auf Messers Schneide‘. Darin verbinden wir Schauspiel und Poetry Slam, um die Geschichte des Stalag 326 auf eine eindrucksvolle, emotionale und moderne Weise erlebbar zu machen. Unsere Aufführung soll berühren, zum Nachdenken anregen und zeigen, warum Erinnern so wichtig ist. Deshalb freuen wir uns über alle, die unsere Aufführung besuchen und dieses besondere Projekt gemeinsam mit uns erleben. Zu den historischen Hintergründen haben wir eine Ausstellung erarbeitet, die vor und nach dem Konzert besucht werden kann.” Begleitet wurden die Schüler*innen vom Team der Gedenkstätte und von den niederländischen Künstlern Konrad Koselleck und Vincent Bijlo, die sich seit vielen Jahren mit Konzerten zur Erinnerungskultur beschäftigen. Zusammen mit der BiBop Big Band geben sie dem Konzert den musikalischen und dramaturgischen Rahmen.
- 25. September 2026
- Aula Brackweder Gymnasium
- 19:00 Uhr
- Die Ausstellung ist ab 18 Uhr im Foyer der Aula geöffnet