Oper von György Ligeti

Autohupen, Spieluhren, elektrische Türklingeln, Kuckuckspfeife, Entengequake, dazu großes Orchester, Solist*innen und Chöre – die Besetzung von György Ligetis Weltuntergangsoper „Le Grand Macabre“ ist so spektakulär wie das Werk selbst, das auf einer wunderbaren Vorlage absurden Theaters von Michel de Ghelderode basiert. Im Format der Lichtspieloper kommt „Le Grand Macabre“ zur Premiere in der Rudolf-Oetker-Halle. Mit auf der Bühne: Reinhard Kleist, Graphic Novellist und Live-Zeichner.

Der aus Siebenbürgen stammende György Ligeti hatte eine bewegte Flucht nach dem Ungarnaufstand 1956 hinter sich, als er 1973 einem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg folgte. Hier stieß er auf Michel de Ghelderodes absurdes Schauspiel „La Balade du Grand Macabre“, das für ihn 1974 die ideale Vorlage für eine „Anti Anti-Oper“ bildete. Das klangstarke Spektakel ist irgendwo zwischen Mysterienspiel, Oper und Satire angesiedelt, dabei musikalisch höchst anspruchsvoll und nicht ohne Selbstironie: Nekrotzar, der Große Makabre, steigt aus dem Grab und verkündet den bevorstehenden Weltuntergang. Die ersten, die es erfahren, sind Piet vom Fass und Sterndeuter Astradamors nebst Gemahlin Mescalina. Im Regierungspalast muss Fürst Go-Go den Dauerstreit seiner Minister unterbrechen und die Panik der Bewohner*innen Breughellands beruhigen. Nicht einmal Gepopo, Chef der Geheimpolizei, fällt ein rettendes Hintertürchen ein, um den heranrasenden Kometen zu stoppen.

  • 13. März 2026
  • Rudolf-Oetker-Halle
  • 20:00 Uhr
  • Premiere
  • 19. März 2026
  • 22. März 2026
  • 24. März 2026