Unter dem Motto „Mothers. Lovers. Revolutionists“ widmet sich das 9. Kammerkonzert der Bielefelder Philharmoniker vergessenen Komponistinnen. „Die Geringschätzung gegen Komponistinnen im Allgemeinen ist von einer unbekümmert resoluten, keinem Hindernis ausweichenden, in froher Energie ihren Weg gehenden Engländerin über den Haufen gerannt – fast hätt’ ich gesagt: geboxt – worden (…), die gezeigt hat, dass die Weiblichkeit kein Hemmnis für ursprüngliche tondichterische Produktion ist“, schrieb ein Kritiker 1911 über Ethel Smyth. Damit beleuchtete der Autor den zutiefst tragischen Umstand, dass in der Kunstgattung Komposition Frauen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein so gut wie nicht wahrgenommen wurden. Hier ist großer Nachholbedarf zu verzeichnen, was Mezzosopranistin Marta Wryk und Pianistin Sina Kloke als Steilvorlage für ein moderiertes Konzer t nehmen. Sie stellen darin Lieder, Musik und Leben ausgewählter Komponistinnen vor. Neben Ethel Smyth etwa Dora Pejačević, Luise Greger, Amy Beach, Stefanija Turkewytsch und Florence Price.

  • 16. Juni 2024
  • Kleiner Saal der Rudolf-Oetker-Halle
  • 20:00 Uhr