Die Intensität, mit der Antonín Dvořák die Leiden und den Schmerz Marias um ihren gekreuzigten Sohn ausdrückt, ist ohne seine persönlichen Schicksalsschläge nicht zu erklären: Als er das Werk für Soli, Chor und Orchester 1877 fertigstellt, sind ihm und seiner Frau kurz zuvor in rascher Folge drei Kinder gestorben. Mit der Vertonung des mittelalterlichen Gedichtes hat der böhmische Komponist zugleich ein universelles Zeugnis menschlicher Trauer und Hoffnung geschaffen, das mit melodischem und harmonischem Reichtum überzeugt. Der Musikverein der Stadt Bielefeld führt das Werk gemeinsam mit den Bielefelder Philharmonikern unter der Leitung von Bernd Wilden auf.

- 18. April 2025
- Rudolf-Oetker-Halle
- 19:00 Uhr