Bielefeld-Preis 2026

Ob Nachbarschaftshilfe, soziale Initiative oder langjähriges Engagement im Verein: In Bielefeld setzen sich rund 130.000 Menschen ehrenamtlich für andere ein – oft leise, manchmal im Verborgenen. Genau diese Menschen rückt der Bielefeld-Preis seit 2010 ins Rampenlicht. Bis zum 16. August läuft die Bewerbungsphase für die 15. Ausgabe der Auszeichnung.

Dass der Auftakt in diesem Jahr auf den Tag des Grundgesetzes fiel, ist kein Zufall. Der 23. Mai wurde erstmals bundesweit als „Ehrentag“ hervorgehoben – ein Zeichen für Demokratie, Zusammenhalt und gesellschaftliches Engagement.

vordere Reihe (v.l.): Sven Berg (Stadtwerke Bielefeld), Sabine Kubitza (BGW-Geschäftsführerin), Birgit Jolig (ams), Susanne Klemme (Ströer). Dr. Dennis Grundmann (Kahmann & Ellerbrock), hintere Reihe (v.l.): Niklas Bent (Sparkasse Bielefeld), Björn Wasielke-Buschkamp (von-Laer-Stiftung), Timo Fratz (Chefredakteur Radio Bielefeld), Dr. Anja Padberg (Bielefelder Bürgerstiftung), Christian Bode (movin Verlag), Niklas Pankoke (Provinzial Versicherung Bielefeld, Pankoke oHG)

„Was passt besser, als einen Ehrenamtspreis am Tag des Ehrenamts zu starten?“, sagt Sabine Kubitza, Geschäftsführerin der BGW. Gemeinsam mit Radio Bielefeld zeichnet die BGW unter der Überschrift „Was ihr schafft, ist heldenhaft“ auch 2026 wieder Menschen, Projekte und Initiativen aus, die sich dauerhaft für das Gemeinwohl einsetzen. „Ehrenamt ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Der Bielefeld-Preis macht sichtbar, wie viele Menschen sich mit großem Einsatz für andere engagieren und damit unsere Stadtgemeinschaft stärken“, unterstreichen Sabine Kubitza und Timo Fratz.

Für Timo Fratz, Chefredakteur von Radio Bielefeld, lebt der Preis vor allem von den Geschichten hinter dem Engagement. „In den 15 Jahren gab es immer wieder neue Initiativen, die sich gemeldet haben und die wir vorher gar nicht kannten“, erklärt er. Gerade das macht den besonderen Charakter des Preises aus. Mehr als 100 Bewerbungen gehen jedes Jahr ein. Dahinter stehen Menschen, die sich in sozialen, kulturellen, sportlichen oder ökologischen Bereichen engagieren – oft über viele Jahre hinweg. „Ehrenamtliches Engagement ist sehr vielfältig. Es muss ja nicht in Strukturen organisiert werden“, sagt Sabine Kubitza. Auch Einzelpersonen, die Menschen im Alltag unterstützen oder Nachbarschaftshilfe leisten, gehören dazu. „Wichtig ist uns, das Ehrenamt aus dem Verborgenen herauszuholen, sichtbar und hörbar zu machen“, so Sabine Kubitza. „Alle Initiativen, die nominiert sind, besuchen wir und verbringen Zeit mit den Ehrenamtlichen, um der Jury Rückmeldungen zu geben. Auch das ist ein Qualitätsmerkmal des Bielefeld-Preises“, ergänzt Timo Fratz.

Besonders wichtig ist den Initiatoren des Preises dabei die Nachhaltigkeit des Engagements. „Wir schauen, wie lange hält sich so ein Engagement – ist das eine dauerhafte Geschichte oder nur ein kurzes Intermezzo“, so Timo Fratz. Deshalb können sich auch frühere Nominierte erneut bewerben. „Viele Initiativen haben sich über die Jahre weiterentwickelt und rücken daher noch einmal ganz anders in den Fokus“, weiß auch Sabine Kubitza. Der Bielefeld-Preis ist insgesamt mit 12.000 Euro dotiert. Neben dem Hauptpreis (6.000 €) werden weitere Auszeichnungen vergeben. Außerdem kann das Publikum über Radio Bielefeld mit abstimmen. Neu ist in diesem Jahr die Unterstützung durch die Bielefelder Bürgerstiftung. Zudem übernimmt erstmals Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer die Schirmherrschaft. „Ohne eine breite Unterstützung auch der Sponsorenschaft würden wir den Preis so nicht vergeben können“, betont Sabine Kubitza. Und die Bewerbung? Die soll bewusst unkompliziert bleiben. „Es ist sehr unbürokratisch möglich“, erklärt Sabine Kubitza. Ein Termin für die feierliche Preisverleihung steht bereits fest: Die engagierten Ehrenamtlichen werden am 30.11. im Theater am Alten Markt geehrt.

Bewerbungsschluss: 16. August 2026

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