Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Die Menschen in Bielefeld müssen am häufigsten wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Krankenhaus stationär behandelt werden. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest unter ihren Versicherten.
Danach entfielen im vergangenen Jahr mehr als 2.839 stationäre Klinikeinweisungen von AOK-Versicherten auf Herz Kreislauferkrankungen. 67,2 Prozent dieser Krankenhauseinweisungen betrafen Patient*inen über 65 Jahre. Die Gesamtzahl der Krankenhauseinweisungen in 2024 betrug 23.478. „Herz-Kreislauferkrankungen stehen im Ranking der TOP-Diagnosen für Klinikaufenthalte an erster Stelle. Durch einen gesunden Lebensstil und die medikamentöse Behandlung von Bluthochdruck, hohen LDL-Cholesterinwerten sowie Diabetes mellitus lassen sich Risikofaktoren so weit wie möglich minimieren und der Erkrankung vorbeugen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkt. „Besonders bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute. Schnelles und konsequentes Handeln ist wichtig und erste Warnsignale sollten ernst genommen und sofort der Notruf 112 gewählt werden“, so Matthias Wehmhöner.
Ein wesentlicher Grund für das Entstehen von Herzerkrankungen ist häufig der Lebensstil: Zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, Übergewicht, Rauchen und Stress begünstigen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte und Diabetes. Zur Vorbeugung ist daher ein gesunder Lebensstil wichtig. Die AOK NordWest unterstützt ihre Versicherten mit speziellen Angeboten im Rahmen ihres Kursprogramms (in allen AOK-Kundencentern erhältlich oder unter aok.de/nw abrufbar). Alle Angebote sind exklusiv und kostenfrei für AOK-Kunden.
WINTERSPECK
Winterspeck ist eine Sorge vieler Deutscher. Tatsächlich gibt es neben zu viel reichhaltigem Essen auch äußere Gründe für eine mögliche Gewichtszunahme: Die Witterungsbedingungen im Winter sind schlechter für unseren Stoffwechsel als im Sommer. Vor diesem Hintergrund hat die Online-Arztpraxis ZAVA eine Indexstudie durchgeführt, in der Wetterdaten zu Temperatur, Niederschlag und Sonnenstunden im Winter für alle deutschen Städte mit über 250.000 Einwohnern erhoben wurden. „Kältere Temperaturen und vermehrter Niederschlag führen generell dazu, dass wir uns im Winter weniger bewegen, und weniger Sonnenschein führt zu niedrigeren Vitamin D- und Serotonin-Spiegeln, die entscheidend für einen hohen Stoffwechsel sind. In manchen Städten muss man mehr darauf achten, als in anderen, den Stoffwechsel durch saisonale Maßnahmen zu fördern“, erklärt Dr. med. Ulrike Thieme, Medizinische Leiterin bei ZAVA. Unter den 10 Städten mit den schlechtesten Bedingungen liegen – bis auf Nürnberg – ausschließlich norddeutsche Städte. Hamburg (Stoffwechselwert 4,36/10) liegt auf Platz eins, gefolgt von Bielefeld mit 5,49/10 und dem bundesweit meisten Niederschlag im Winter (298,4 mm). Die Temperaturen sind mit 4,0°C im Schnitt allerdings etwas höher und es gibt 9,3 h Sonnenstunden mehr, 142,6 h insgesamt.
www.zavamed.com/de/gewichtverlieren.html