60 Jahre UGBi

Beachtliche 60 Jahre alt, Investitionen in Höhe von rund 8 Millionen Euro: Die Universitätsgesellschaft Bielefeld kann stolz sein auf ihr Alter und ihre Leistungsfähigkeit. Der 1966 gegründete Verein der Freunde und Förderer der Universität Bielefeld hatte in all den Jahren drei wesentliche Ziele: Die Unterstützung der bedeutenden Hochschule, die Stärkung der Beziehungen der Universität mit der Bevölkerung der Region, die Förderung der wichtigen Beziehungen zwischen Uni und der regionalen Wirtschaft.

Der Vorstand der Universitätsgesellschaft Bielefeld (v. l.):  Dr. Birgit Osterwald, Herfords Bürgermeisterin Anke Theisen, Martin Henke, der als Geschäftsführer agiert, Vorsitzender Dr. Rainer Norden, Konstantina Kanellopoulos, Wilhelm A. Böllhoff, Kathrin Stühmeyer-Halfar. Auf dem Foto fehlen die Stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Bielefelds Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer und Dr. Jörn Stöppel, der als Schatzmeister gewählt wurde.

 „Es ist wirklich beeindruckend, wie in den letzten sechs Jahrzehnten agiert wurde”, urteilt Dr. Rainer Norden, der im November 2025 den Vorsitz des UGBi Vorstands übernommen hat. Seine Stellvertreterin ist Bielefelds Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer und auch hinter diesem Vorstandsamt steckt eine Tradition, die stets von Erfolg geprägt war. Die Stadtoberhäupter der Großstadt Bielefeld haben sich immer im Vorstand engagiert, Bauers Vorgänger Pit Clausen stolze 16 Jahre lang. Auch Herfords Bürgermeisterin Anke Theisen ist als Beisitzerin Mitglied im UGBi Vorstand. Güterlohs Altbürgermeisterin Maria Unger engagiert sich als Stellvertretende Vorsitzende im UGBi Kuratorium.

Die Universitätgesellschaft, die bei ihrer Gründung bis zum 50. Jubiläum den Namen Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft trug, ist drei Jahre älter als die Universität Bielefeld. Bereits Mitte der 1960er Jahre gab es intensive Bemühungen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die vom Land NRW geplante neue Bildungseinrichtung zu unterstützen. Ein gemeinsamer Arbeitsausschuss sah seine Rolle als parteipolitisch neutraler, geistiger sowie materieller Förderer einer Universität in Ostwestfalen. Der Ausschuss agierte schon bald als wichtiger Ansprechpartner für die Planer der Universität um den damaligen NRW- Kultusminister Mikat.

Ende Dezember 1965 beschloss man, mit dem Unternehmer Rudolf-August Oetker einen Vertreter der Wirtschaft zum Vorsitzenden zu wählen und die „Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft, Verein der Freunde und Förderer“ zu gründen. Der Einladung Oetkers zur rechtlichen Konstituierung der Universitätsgesellschaft am 29. Januar 1966 im Bielefelder Bankhaus Lampe folgten mehr als 70 prominente Personen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft aus ganz Ostwestfalen-Lippe.

Am 22. Mai 2026 werden die 60 Jahre UGBi im ZiF, dem Zentrum für interdisziplinäre Forschung, gefeiert. Prominenter Redner wird FAZ Herausgeber Jürgen Kaube sein. Der Journalist und Soziologe war zwei Semester lang Hochschulassistent für Soziologie am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie der Uni Bielefeld. Als seinen „soziologischen Lehrer” bezeichnet der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den unvergessenen Niklas Luhmann.

Natürlich wird bei der Veranstaltung Rückschau gehalten, in Planung ist eine Gesprächsrunde mit Akteuren der ersten Jahre. Es geht dem Vorstand unter Vorsitz von Dr. Rainer Norden vor allem aber um die Zukunft. Die UGBi wird ihre geschätzten Förderaktivitäten beibehalten und darüber hinaus neue, wegweisende Projekte unterstützen. Im Leben der Universität gibt es viele spannende, zukunftsorientierte Themen, für die sich breite Öffentlichkeiten interessieren. Beispiele aus 2025 waren das erste InnovationsFestival auf dem Campus Bielefeld, die Aufsehen erregenden Entwicklungen der Medizinischen Fakultät oder Debatten zu KI, die alle 14 Fakultäten beschäftigt haben.

Die UGBi hat die Einrichung der Wissenswerkstadt in der Bielefelder Innenstadt unterstützt. Sie ermöglicht den Zugang zur Forschungslandschaft für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und dankt den großen Unternehmen der Region für deren kontinuierliche Unterstützung international bedeutsamer Uni-Projekte. Der Verein vergibt attraktiv dotierte Preise etwa für herausragende Doktorarbeiten und gute Lehre. Er unterstützt Tagungen und Kongresse, die ohne engagierte Förderung nicht zu realisieren wären. Vortragsreihen, Stipendien für Studierende, Stiftungen: Ohne die UGBi und die sie unterstützenden Unternehmen müsste mancher Plan in der Schublade bleiben.

Seit 60 Jahren wird die Universitätsgesellschaft Bielefeld durch das Engagement von Persönlichkeiten aus der Stadt und der Region OWL, aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft getragen. Namhafte Frauen und Männer aus der Wirtschaft wie Wilhelm A. Böllhoff, Dr. Jörn Stöppel, Vorstandsmitglied Sparkasse Bielefeld, oder Miele-Chef Dr. Reinhard Zinkann agieren im UGBi Vorstand oder im UGBi Kuratorium. Dort sind auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Uni aktiv, unter anderem Rektorin Professorin Dr. Angelika Epple, Uni-Kanzler Dr. Stephan Becker sowie Vertreterinnen und Vertreter der Mitarbeitenden und der Studierenden.

Die Geschichte der Universitätsgesellschaft Bielefeld ist auf der UGBi Website beschrieben. Dort finden sich auch Hinweise auf herausragende Persönlichkeiten und Unternehmen, die die Geschichte des Vereins seit 1966 geprägt haben.

Neue Mitglieder – persönliche Mitglieder oder Firmenmitgliedschaften – sind willkommen. Vorstand und Geschäftsstelle beantworten alle Fragen.

www.uni-bielefeld.de/ugbi