In individuellen Schritten wieder Fuß fassen und am Leben in der Gesellschaft teilhaben: Diese Chance eröffnete das Modellprojekt BiSi (Beschäftigung im Sozialraum inklusiv) Bielefelder Bürgerinnen und Bürgern, die aufgrund einer psychischen Erkrankung über einen längeren Zeitraum keiner Beschäftigung nachgehen konnten. Nach der erfolgreichen ersten Projektphase konnte jetzt die Anschubfinanzierung von BiSi bis November 2027 gesichert werden. Ab sofort stehen 18 freie Plätze zur Verfügung.

Psychische Erkrankung können jeden treffen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. sind jährlich 27,8 % der deutschen Bevölkerung davon betroffen. Eine solche Erkrankung kann weitreichende Folgen haben: Menschen können oftmals ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen und soziale Kontakt verringern sich.
Freuen sich über die Fortführung des erfolgreichen Projekts BiSi (v. l.): Klaus Weidlich, Administration, Jennifer Röder, Sozialarbeiterin, Sandra Waters, Geschäftsführung Bethel.regional, Christine Schäfer, Projektleitung, Diplom-Psychologe Rüdiger Klein.
Auch in Bielefeld geht eine bedeutende Zahl von Männern und Frauen aufgrund einer psychischen Erkrankung keinerlei Beschäftigung nach. Menschen vereinsamen, ihre Fähigkeiten entgehen der Gesellschaft. Das möchte BiSi verändern. Interessierte können sich ab sofort unter bisi@bethel.de melden. Die BiSi-Teilnehmenden werden individuell begleitet und unterstützt, um eine für sie passende Beschäftigung in Unternehmen oder Organisationen in Bielefeld zu finden. Ziel ist es, den BiSi-Teilnehmenden soziale Kontakte und Zugang zu einer regelmäßigen Beschäftigung mit kleinem Zuverdienst zu ermöglichen. Dies soll helfen, die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe von Bielefelder Bürgerinnen und Bürgern mit einer chronischen psychischen Erkrankung zu verbessern.
Selbsthilfegruppe – away from screen
Gamen, Surfen, Streamen, Kaufen. Die Ambulante Suchthilfe Bethel bietet regelmäßig mittwochs Treffen der Selbsthilfegruppe „away from screen“ an. Die Treffen finden wöchentlich immer mittwochs um 18:30 Uhr statt. Alle Teilnehmenden können offen über ihr eigenes Suchtverhalten sprechen und Hilfe finden durch die Erfahrungen, die andere gemacht haben. Unterstützt wird die Selbsthilfegruppe durch das Team der Ambulanten Suchthilfe Bethel, das Teil der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Evangelischen Klinikum Bethel ist.
Ort: Ambulante Suchthilfe Bethel
Gadderbaumer Str. 33
Anmeldung: Tel. 0178 1058917 oder per E-Mail
awayfromscreen@gmail.com