Christian Marks

Leiter Art & Book Lounge & Kunstberater

Christian Marks ist schon viel herumgekommen: geboren im südlichen Münsterland, Schule in Herford, Studium in Bielefeld, später Kopenhagen und Berlin, dazu Aufenthalte in Israel und London. Doch eine Konstante gab es immer: seine Leidenschaft für Bücher. Zurück in Bielefeld begeisterte er in der unabhängigen Buchhandlung Eulenspiegel Leser:innen mit seinen Empfehlungen. Bis eine Stellenausschreibung sein Interesse weckte.

Die international tätige Samuelis Baumgarte Galerie suchte einen Leiter für die neue Art & Book Lounge, jemand, der Buch und Galerie kann. Die perfekte Kombi für Christian Marks. Die wechselnden Ausstellungen der Galerie werden literarisch weitergedacht. „Wir orientieren uns am Thema der Ausstellung und präsentieren Bücher zu Kunst, Design und Fotografie. Außerdem Bücher, die eine Brücke zu den Künstlerinnen und Künstlern schlagen.“

Das können Biografien sein, müssen es aber keineswegs. Besonders spannend findet Marks die assoziativen Verbindungen: Bei „Berlin. Stadt der Extreme“ etwa finden sich neben Büchern über Kunst auch Lyrik von Mascha Kaléko oder etwa ein Roman von Constantin Lieb zu Ernst Ludwig Kirchner und seiner Frau Erna. „Richtig spannend wird es, wenn Literatur die Idee der Ausstellung aufgreift.“ Dazu gibt es in der Lounge Kaffee und Kuchen, aber auch ein Glas Wein. „Ich bin zufrieden, wenn in der Mischung zwischen hochwertigen Bildbänden und anregenden Romanen für fast alle etwas dabei ist.“

Die Ausstellung „BERLIN – Stadt der Extreme. Zwischen Ernst Ludwig Kirchner und der Gegenwart“ ist bis zum 9. Januar 2027 zu sehen. Die Art & Book Lounge ist von Dienstags bis Montags geöffnet.

Foto: privat

Fritz Schaefer (29)

Moderator & Autor

Wer regelmäßig die „Lokalzeit OWL“ schaut, kennt Fritz Schaefer seit Februar als neuen Moderator aus dem WDR-Studio Bielefeld. Seit dem Sommer berichtet er nur über die Geschichten der Region, sondern erzählt auch selbst Geschichten, die ein Millionenpublikum erreichen: Der Moderator ist neuer Autor der legendären Jugendkrimireihe „Die drei ???“.

Mit dem Band „Die drei ??? – Spuk in Hollywood“, hat der 29-Jährige seinen ersten offiziellen Fall für Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews veröffentlicht. Damit erhält die Reihe erstmals eine direkte Verbindung nach Ostwestfalen-Lippe. Die Abenteuer der drei Detektive begeistern seit Jahrzehnten Generationen von LeserInnen und Hörspielfans. Millionen Menschen kennen die Fälle aus Büchern, Hörspielen und Live-Tourneen.

Die Geschichte hinter diesem Karriereschritt ist so ungewöhnlich wie folgerichtig. Schon als Schüler produzierte Fritz Schaefer eigene Hörspiele und Kurzfilme. Nach einem Kreativstipendium der Universität Witten/Herdecke wurde er der bislang jüngste Moderator in der Geschichte des WDR. Dort moderiert er im Fernsehen die „Lokalzeit“ und im Radio mehrere Sendungen der Jugendwelle 1LIVE. Darüber hinaus verantwortet er einzelne Ausgaben des Featureformats „Zeitzeichen“ sowie einige Hörspiele des WDR. Seit mehr als zehn Jahren ist er Mitglied der Jury des Grimme-Preises. 2025 wurde er vom „medium magazin“ in die „Top 30 bis 30“-Liste der Nachwuchstalente im deutschen Journalismus aufgenommen.

Foto: Christian Schwitt

Jana Welbers (27)

Fotografie-Studentin

Sechs Kilometer können in Lima ganz schön lang sein. Wenn Jana Welbers mit dem Uber zur Uni fährt, braucht sie dafür manchmal 40 Minuten – manchmal zwei Stunden. Für ihr Auslandssemester hat die 27-jährige Fotografie-Studentin der Hochschule Bielefeld erstmals Europa verlassen. Peru wählte sie eher aus einem Impuls heraus. Viel mehr als die Geschichte der Inka wusste sie vorher nicht über das Land.

Inzwischen ist Peru für sie weit mehr als ein Studienort. Sie lebt bei einer peruanischen Vermieterin, kauft Obst und Gemüse auf lokalen Märkten und erlebt einen Campus, der bis spät in die Nacht voller Studierender ist. Besonders beeindruckt sie die Offenheit der Menschen. „Durch meine Freundschaften hier erlebe ich Peru auf eine Weise, die als Tourist niemals möglich wäre“, sagt Jana Welbers.

Als Fotografin faszinieren sie vor allem Begegnungen. Ein Highlight war für sie der Auftakt des Festes Qoyllur Rit’i in Cusco mit farbenfroher traditioneller Kleidung, Tanz und Andenspiritualität. Gleichzeitig erlebt Jana Welbers auch Armut und große gesellschaftliche Unterschiede. Das verändert ihren Blick auf die eigene Heimat. „Zum ersten Mal habe ich wirklich gespürt, dass Deutschland meine Heimat ist“, sagt sie. Und ihr Fazit fällt eindeutig aus: „Es ist die beste Erfahrung meines bisherigen Lebens.“

Tipp: Ihre Eindrücke teilt sie als studentische Korrespondentin auf dem Insta-Kanal @studierenweltweit.

Foto: Jana Welbers

Sabrina Wieghorst (41)

Chapterhead vom Metal Business Club

Was in ihrer Jugend als „Rebellion“ begann, ist längst eine bleibende Leidenschaft. „Die Mentalität der Szene ist wirklich offen und entspannt, sodass man sein Leben lang dabeibleibt“, sagt Sabrina Wieghorst über ihre Begeisterung für Metal. Besonders angetan hat es ihr The Amity Affliction, eine australische Post-Hardcore-Band aus der Nähe von Brisbane.

„Das erste Mal erlebt habe ich die Band als Vorband von Parkway Drive“, erzählt sie. Jetzt bringt Sabrina Wieghorst ihre Leidenschaft auch ins berufliche Netzwerken ein: Die gebürtige Bielefelderin übernimmt als Chapterhead den Aufbau des neuen Bielefelder Chapters des Metal Business Club, der 2024 in den Niederlanden gegründet wurde. Der MetalBC verbindet Unternehmer*innen und Fachleute, die berufliche Kontakte mit ihrer Begeisterung für Metal, Punkrock, Hardcore und andere „heavy“ Musik verbinden.

Für die Markenbotschafterin von Cherusker Gin passt das gut zu Bielefeld und OWL: eine mittelständisch geprägte Region, in der persönliche Kontakte und langfristige Verbindungen zählen. Genau hier möchte sie ansetzen. „Ich möchte Menschen zusammenbringen, die sich wirklich gegenseitig weiterhelfen können.“ Die gemeinsame Liebe zur Musik schafft aus ihrer Sicht von Anfang an eine besondere Verbindung und macht den Austausch persönlicher und unkomplizierter. Ein gutes Netzwerk bedeutet für sie vor allem, zu wissen, wen man anrufen kann, wenn Unterstützung gefragt ist oder man gemeinsam etwas bewegen möchte. „Genau so ein Netzwerk möchte ich in Bielefeld aufbauen“, sagt Sabrina Wieghorst.

metalbc.com

Foto: privat