Agnieszka Salek
Seit 2020 Leiterin der Gleichstellungsstelle

Bei „Heimat“ denke ich an die schönen Landschaften Polens, an den Geruch der Mischwälder im Sommer und an den Geruch der Kohle im Winter, die lebendigen Großstädte, die herzlichen Menschen, an leckeres Essen wie Pierogi, an die langen Autofahrten – und natürlich an meine Familie. Ich denke aber auch an die starke Frauenbewegung, „Strajk Kobiet“ (Frauenstreik), die gegen die Verschärfung des Abtreibungsrechts lautstark protestiert. Und manchmal denke ich, dass Polen ein total unterschätztes Land ist.

Das klingt sicherlich sehr abgedroschen, aber da wird mir einfach warm ums Herz. Familie bedeutet für mich warme Gefühle, Chaos, einfach sein dürfen.

Mein Lieblingsort in Bielefeld ist die Apfelallee, der Hannes-Wader-Aue-Weg. Ich bin oft mit meinem Hund dort unterwegs. Die Landschaft erinnert mich ein wenig an Polen. Im Spätsommer kann ich mir dort einen Apfel pflücken, den Hund freilaufen lassen und ausgiebig mit ihm spielen. Einfach nur schön.

Wenn ich ein Bild der Suffragetten sehe – passend zum 8. März, dem Internationalen Frauentag – kriege ich Gänsehaut. Was für ein bewegender Kampf um Gleichberechtigung, insbesondere in einer Zeit, in der Frauen keine Rechte hatten. Es erinnert mich an einen starken Zusammenhalt und daran, wie wichtig es auch heute noch ist, sich für Gleichberechtigung einzusetzen.

Ich denke dabei an die tollen Begegnungen und die offenen Gespräche, die ich in Polen für die Magisterarbeit in Warschau geführt habe sowie an meine Zeit als studentische Hilfskraft im Kompetenzzentrum Technik, Diversity und Chancengleichheit.

Es ist vielleicht kein außergewöhnliches Hobby, aber ich liebe Bewegung in all ihren Formen – vom Training im Fitnessstudio über Joggen bis hin zu Yoga. Ein großer Teil meiner ohnehin knappen Freizeit fließt gerne in den Sport, und ich probiere immer wieder neue Aktivitäten aus. Auch beim Reisen oder Lesen kann ich wunderbar abschalten und den Alltag ganz schnell hinter mir lassen.