Gartenstuhl raus, Sonnenbrille auf – und endlich Zeit zum Lesen.

Helena Falke – Noch fünf Tage

Suhrkamp, 20 €

Eine Frau sucht ihren Mörder. Wie soll das denn bitteschön gehen? Die Autorin, die sich hinter dem Pseudonym Helena Falke verbirgt, macht es vor – und das ist ein wahres (Lese-)Fest. Lis Castrop ist eine Weltklasseköchin. Doch nach einigen Jahren in einem Londoner Gourmet-Tempel setzt sie der exzentrische Besitzer nach einem Vorfall vor die Tür. Da kommt das Angebot der  Milliardärsfamilie Harman gerade recht. Nun begleitet sie die Familie auf Reisen und kocht in ihrer Villa im mondänen Davos. 

Doch in der Silvesternacht wird aus dem Festmahl ein Albtraum: Das Ehepaar Harman und seine beiden Kinder fallen beim Dinner einem Giftanschlag zum Opfer. Lis ist die einzige Zeugin – und sie ist gleichzeitig eines der Opfer: noch am Leben, aber vergiftet. Sie hat eine kleinere Dosis Gift erwischt, und ihr bleiben fünf Tage bis zum sicheren Tod.

Verzweifelt versucht Lis, Zeit mit ihrer Tochter Cosima zu gewinnen. Um sie zu schützen, muss sie jedoch den Mordfall lösen – während das Gift in ihrem Blut tickt. Vom Krankenhausbett in der Luxusklinik in Davos aus kämpft sie um ihr Leben, unterstützt von einer unerwarteten Verbündeten: der Palliativschwester Esme. Immer deutlicher drängt sich bald eine Frage auf: War Lis nur Kollateralschaden eines mörderischen Plans – oder ist sie tiefer in die Intrigen der Superreichen verstrickt, als sie ahnt? Unbedingt lesen! (E.B.)

Jacob Weinreich & Lars Findsen – Dunkelmann

Scherz, 18 €

Maja Birk ist Agentin. Mühelos schlüpft sie in die unterschiedlichsten Rollen und erledigt brisante Auslandseinsätze. Dieses Mal soll sie mithilfe eines Undercover-Kollegen herausfinden, was die geheimen Gespräche zwischen China und dem Iran zu bedeuten haben. Dabei geht in der Türkei etwas ganz gehörig schief, Maja schafft es mit Müh und Not zurück nach Dänemark. Dort wartet bereits eine neue Aufgabe auf sie: Kurz bevor eine chinesische Delegation in Kopenhagen eintrifft, entdeckt Daniel Hartmann, ein Analyst des dänischen Geheimdienstes, etwas Beunruhigendes: Ein Mitglied der Delegation will mit einer falschen Identität einreisen.

Was hat der chinesische Delegierte zu verbergen? Nach und nach verdichten sich die Hinweise, dass die Abordnung besonders an einem Forschungsprojekt zum Nordpolarmeer vor Grönland interessiert ist. Doch warum? Und wie hängt das Ganze mit Majas letztem Auslandseinsatz zusammen? Ein absolut fesselnder Thriller mit sehr glaubhaften und sympathischen Figuren. Tempo- und kenntnisreich geschrieben. Kein Wunder: Lars Findsen war jahrelang Chef des dänischen Nachrichtendienstes und Jacob Weinreich erfolgreicher Bestsellerautor. Zusammen sind sie ein unschlagbares Duo. (E.B.)

Tan Twan Eng – Das Haus der Türen

Dumont, 15 €

Malaysia 1921: Lesley Hamlyn lebt das äußerlich angenehme und gleichförmige Leben einer Frau der britischen Kolonialgesellschaft. Mit dem Eintreffen von William Somerset Maugham, einem alten Freund ihres Ehemanns Robert, kehrt Lebendigkeit in das Haus zurück und Erlebnisse der Vergangenheit drängen an die Oberfläche. Somerset Maugham ist zu diesem Zeitpunkt ein berühmter Schriftsteller, jedoch getrieben von Sorgen und Ängsten.

Je stärker sich Lesley und er anfreunden, desto mehr Geheimnisse vertraut sie ihm an: ihre frühere Unterstützung politischer Rebellen, die das alte China beenden wollten, ihre Affäre mit einem chinesischen Mann, der Niedergang ihrer Ehe. Aber auch der weitgereiste Schriftsteller hat ein Geheimnis, das die damalige Gesellschaft nicht akzeptieren würde. So müssen beide ihr wahres Ich verbergen und ihre unglückliche Ehe ertragen. Tan Twan Eng wandelt nicht nur thematisch, sondern auch stilistisch auf den Spuren von Somerset Maugham. Mit leichter Feder schreibt er eine so plastische Geschichte, dass man das Rauschen der Kasuarinen in den Ohren und die schwül-warme Luft der Tropen auf der Haut zu verspüren meint. Ein Roman voller Tragik ob der „unmöglichen Liebe“, aber zugleich voller tröstlicher Elemente. (E.B.)

Horst Eckert – Die Praktikantin

Heyne, 17 €

Carla Bergmann ist froh, einen Praktikumsplatz bei der Morgenpost ergattert zu haben. Ihre erste Aufgabe wirkt zunächst nach Routinekram: Sie soll die Pressemeldungen der Polizei checken. Aber genau hier stößt sie auf Ungereimtheiten. Bei regimekritischen Exilrussen wurde eingebrochen. Die Anzeige wird jedoch nicht weiterverfolgt. Carla erfährt, dass die Ermittlungen von hoher Stelle gestoppt wurden. Welches Interesse hätten deutsche Behörden daran, den Fall vertuschen? Will jemand eine Konfrontation mit dem russischen Geheimdienst vermeiden?

Nachdem ein Informant vor Carlas Augen in der Tiefgarage der Zeitung ermordet wird, erhält sie Unterstützung von Jan Koller, Hauptstadtkorrespondent der Morgenpost und einstmals gefeierter Investigativjournalist. Alle Spuren führen nach Kiew. Welche Rolle spielt dort ein großer deutscher Rüstungskonzern? Auf der Suche nach der Wahrheit stoßen Carla und Jan auf immer größere Widerstände, selbst im eigenen Haus. Und das wird brandgefährlich. Eckert hat seinen Stil der Verknappung zur Perfektion entwickelt und ein untrügliches Gespür für Timing. Mit seinen Themen erschafft Eckert mehr als klassische Krimis, sondern spannende Momentaufnahmen politischer Entwicklungen. (E.B.)

Maxim Leo

Einatmen. Ausatmen – Kiepenheuer & Witsch, 23 €

Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig, dass sie fachlich hochkompetent ist – aber menschlich eine ziemliche Katastrophe. Weshalb sie zum Coaching in ein Brandenburger Schloss geschickt wird – zu Alex Grow, dem berühmten Seelenflüsterer. Klingt nach einer Konstellation, aus der sich in Zeiten von Achtsamkeits- und Selbstoptimierungswahn so einiges an satirischem Honig saugen ließe.

Zumal der Coach, der die gefühlsresistente Spitzenmanage in kurzer Zeit fit für die neue Position machen soll, selbst in einer Sinn- und vor allem finanziellen Krise steckt. Leider nutzt der Autor das humoristische Potenzial des Aufeinanderprallens zweier Welten aber zu selten. Einmal im Wald verlaufen, und schon ist Marlenes Widerstand gebrochen. Und dann macht Maxim Leo auch noch so viele Nebenschauplätze auf – eine Liebesgeschichte bahnt sich an, Marlene wird plötzlich zur selbstlosen Unterstützerin, und der Coach entdeckt auch noch Vatergefühle für ein vernachlässigtes Mädchen – dass der Roman sich zwar kurzweilig liest, aber die Entwicklung der Figuren viel zu schnell und teilweise unglaubwürdig ist. Hier wäre weniger mehr gewesen. (S.G)

Hans-Ulrich Treichel – Das Karussell

Suhrkamp, 25 €

Wer Treichels autobiografisch geprägte Romane kennt, weiß, wie wunderbar amüsant und selbstironisch er schreiben kann. Den Helden seines aktuellen Romans prägt dagegen bestenfalls eine leise Heiterkeit. Bernhard ist siebzig, geschieden, kinderlos, und seit er im Ruhestand ist, fühlt er eine gewisse Leere. Da kommt eine Einladung nach Salerno gerade recht, ein Ort, der damals ein Versprechen auf ein anderes Leben war. Dort wartet Alfredo auf ihn, Betreiber eines Strandbades und einst sein Vermieter. Und das Karussell, das Alfredo vor der Verschrottung gerettet hat und das er immer schon in Betrieb nehmen wollte.

Mit Hilfe von Arianna, einer Ingenieurin, die für Bernhard womöglich mehr als nur eine Freundin war. Aber ebenso wenig, wie das titelgebende Karussell in Schwung kommt, nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Beim Lesen schleicht sich immer wieder die Frage ein, wann denn nun Bewegung in die ganze Sache kommt. Vermutlich passen der Erzählstil und die Ereignislosigkeit zur träumerischen Melancholie des alternden Helden, aber es wächst die Sehnsucht nach einer rasanten Achterbahnfahrt. (S.G.)

Andreas Eschbach – Ins fahle Herz des Sommers

Lübbe, 22 €

Eine Dystopie ist oft grau. Dieser fesselnde wie aufrüttelnde Roman spielt hingegen im gleißenden Licht. Denn seit Jahren brennt die Sonne erbarmungslos vom Himmel. Die Hitze ist unerträglich, der Süden Europas unbewohnbar, der Staat nur noch Fassade. Hatten sich die Menschen vor gar nicht allzu langer Zeit über das schöne Wetter gefreut – ein Jahrhundertsommer reihte sich an den nächsten – zerstörte die Hitze die Lebensgrundlage.

Im Fokus der Geschichte steht Fausto, der in einem Dorf in Nordfrankreich lebt. Neben ihm gibt es dort nur noch eine ältere Dame und den Pfarrer. Die Einwohner, die über genug Geld verfügten, sind nach Nordschottland, Grönland, Kanada oder Sibirien gezogen. Viele andere haben eine verheerende Pandemie nicht überlebt. Der Alltag ist hart und wenig abwechslungsreich. Fausto kann nur nachts vor die Tür gehen, um in aufgegebenen Dörfern nach Konserven oder anderen brauchbaren Dingen zu suchen. Eines Tages taucht eine junge Frau auf, der die Hitze offenbar wenig auszumachen scheint. Er verliebt sich in sie und es keimt Hoffnung in dem tristen Dasein auf. Doch die Frau versteckt ein düsteres Geheimnis. (E.B.)

Helmut Krausser – Wer hat uns je geliebt?

Berlin Verlag, 25 €

Immer wieder bin ich erstaunt, wie variabel Helmut Krausser erzählen kann. Das beweist dieser Roman einmal mehr ein- und ausdrücklich. Ausgangspunkt ist ein scheinbar konventioneller Kriminalfall. In einer Berliner Kneipe stirbt ein Mann bei einem Backgammonspiel, das aber auf ungewöhnliche Weise: Sein Kopf zerplatzt wie eine zerschossene Melone. Ein etwas merkwürdiger älterer Mann ist Augenzeuge, er saß ihm gegenüber als Mitspieler. Enki heißt der Alte und das ist alles, was von ihm zu erfahren ist.

Woher er stammt und wie er an seine Wohnung gekommen ist, das bleibt alles ein Rätsel. Irritierend für Kommissarin Lucia Lill, die auf seltsame Weise von ihm fasziniert ist. Denn Enki scheint über Kräfte zu verfügen, die über die banale Realität hinausgehen. Auch andere werden bald aufmerksam, z. B. die skrupellose Journalistin Yvonne Gispritz. Es beginnt, ein Wettlauf, um das Geheimnis von Enki zu lüften. Krausser besitzt die seltene Fähigkeit, unterschiedlichste Handlungsstränge miteinander zu verzahnen und glaubwürdig im Romankonstrukt zu verankern.  Eine Fähigkeit, die, wie ich finde, in dieser Storytelling-Qualität nur einer besitzt – und das im Film: Quentin Tarantino. (H.O.)

Glenn Dixon – Die unendliche Sehnsucht der Haushaltsgeräte

Hanserblau, 22 €

Stellen wir die Wirklichkeit doch mal um, sagen wir, 10 Jahre vor. Wir befinden uns im Smarthome des älteren Ehepaares Harold und Edie. Alle Haushaltsgeräte sowie das Auto und Temperatursysteme sind miteinander vernetzt. Das Master-Kontrollgerät heißt Watch und überwacht alle anderen im Haus befindlichen halbautonomen Geräte, darunter auch den kleinen Staubsaugerroboter Scout, eine kleine, kecke Hooverrette, die neugierig und abenteuerlustig ist und oft die ihr zugewiesenen Grenzen überschreitet.

Watch wiederum ist berichtspflichtig gegenüber dem Raster, einem anonymen übergeordneten Regime, das eine ähnliche Rolle spielt wie in Orwells „1984“. Als Edie stirbt, will das Raster, das Harold das Haus verlässt, weil es zu groß für ihn ist. Da beschließen die Haushaltsgeräte, sich um ihren einsamen Menschen zu kümmern, denn auch ihre Existenz hängt von der geplanten Haushaltsauflösung ab. Hinzu kommt Kate, Harolds und Edies rebellische Dissidententochter, die für das Raster Zwangsarbeit verrichten muss. Es entwickelt sich ein spannender, existenzieller Kampf um die Kontrolle über das eigene Leben. Für alle, die Gegenstände lieben und ihnen vielleicht sogar ein Seelenleben zusprechen, ist dieser Roman über eine nahe Zukunft lohnende Lektüre (H.O.)

Andrew O’Hagan – Maifliegen

Ullstein, 24,90 €

Tully und James, der eine bereit für das Leben, der andere offen, sich von seinem Freund mitreißen zu lassen, wachsen in den 1980ern in einer schottischen Kleinstadt auf. Es ist grau und trostlos. Die beiden Freunde wollen sich nicht dem vorgezeichneten Schicksal ergeben. Sie wollen leben und was erleben. Die Musik ist ihnen Zuflucht und Ausweg, Manchester im Jahr 1986 ihr Mekka. Ein Wochenende lang spielen dort ihre Heroen, Bands wie The Smiths oder New Order. Mit ihrer Clique ziehen sie durch die Clubs – es ist wie ein Rausch. Dreißig Jahre später erhält James einen Anruf. Es ist Tully. Er hat Neuigkeiten. Und eine letzte Bitte. Ein Roman, der die Jugend feiert, der von Aufbruch und Ernüchterung erzählt und das fragile Konstrukt „Freundschaft“ sehr berührend schildert. (R.R.)

Thommie Bayer – Gern gesehene Gäste

Piper, 24 €

Der junge Zimmermann Matteo ist eigentlich gern allein. Seiner Umwelt gilt er als verschroben. Bis er bei der Renovierung eines französischen Bauernhauses das Schriftstellerehepaar Eric und Keira kennenlernt und sich mit ihnen anfreundet. Bei ihnen fühlt er sich aufgehoben. Er darf sein, wie er ist. Obwohl die beiden deutlich älter sind, fühlt er sich von ihrem ungezwungenen Charisma angezogen. Er fragt sich, wie sie als Paar damit zurechtkommen, dass Eric als Autor ungleich erfolgreicher ist als Keira. Aber Matteo ist der Meinung, dass er das nicht fragen darf.

Doch als er Eric auf einer Lesereise begleitet und ihn zu einem alten Freund nach Irland begleitet, stößt er auf allerlei Ungereimtheiten in dieser heilen und erfolgreichen Schriftstellerwelt. Haben Keira und Eric ihn belogen? Thommie Bayer hat mit leichter Feder einen Roman über die Buchbranche geschrieben, der zugleich ein höchst unterhaltsamer Roadtrip ist. (E.B.)

Nuran David Calis – Rausch

S. Fischer, 25 €

Ufuk wächst in Bielefeld auf, als Kind armenisch-türkischer Asylbewerber. Im Deutschland der 1990er Jahre erfährt er Hass und Gewalt gegen Ausländer, Angst und Ablehnung bestimmen den Alltag. Als Erwachsener ist er Regisseur geworden, verarbeitet in einer „Odysseus“-Inszenierung eigene Kindheitserfahrungen. Seine Freundin Johanna stammt aus vermögenden Verhältnissen, wo Ufuk ein Exot ist.

Alles scheint richtig zu sein, doch bald drängt sich Politik in die Kunst, fressen sich soziale Spannungen ins Zwischenmenschliche. Und die Suche nach der eigenen Identität erhält unversehens eine Dimension, die nicht nur den Protagonisten Ufuk atemlos zurücklässt. Es ist eine Geschichte, die die Leserschaft sofort in den Bann schlägt – und zutiefst berührt. Nach einem etwas holprigen Anfang nimmt die Story immer mehr an Fahrt auf, sie wird persönlicher und direkter. Setzt Calis zunächst noch stärker auf eine sachlich-dokumentarische Erzählweise, entwickelt sich der Roman zunehmend zu einer klassischen, emotionalen Erzählung – und das tut „Rausch“ einfach sehr, sehr gut. Lesen! (E.B.)

Michael Hugentobler – Bis die Bären tanzen

dtv, 19,99 €

Wo man schon immer war, sollte man nicht bleiben – das sagt sich die deutsche Familie Lieber, die in der Schweiz auf ihre Einbürgerung hofft, obwohl der Erste Weltkrieg alles auf den Kopf stellt. Drei der vier Geschwister wandern aus: Isabelle in den brasilianischen Dschungel, die rebellische Anne nach Sydney und Jacob als Kunstturner ins Berlin der Nazi-Zeit. Alle sind sie in Liebesbeziehungen verstrickt, die voreinander gut getarnt sind, und mal tut die Liebe weh, mal verwelkt sie, mal leuchtet sie wie ein Feuer in der Nacht.

Nach vielen emotionalen Turbulenzen – und einem Sprung über ein halbes Jahrhundert hinweg – trifft man sich in Tasmanien wieder, anlässlich einer Hochzeit, die das jahrzehntelange Schweigen in der Familie bricht. Ein Roman über das Aufbrechen und Ankommen, über kleine und große Erfolge und das Scheitern. Mit skurrilen Gestalten, die zwar großes Potenzial, aber leider nicht ganz die Klasse eines John Irving erreichen. (E.B.)

Camilla Sten – Bachelorette Party

dtv, 17 €

Sie sind seit Ewigkeiten befreundet, jetzt wird eine von ihnen heiraten. Anneliese lädt ihre Freundinnen zu einem denkwürdigen Wochenende auf einer abgelegenen schwedischen Schäreninsel ein, auf der ein Luxus-Retreat kurz vor der Eröffnung steht. Die jungen Frauen sind die ersten Gäste. Alle freuen sich auf die gemeinsame Zeit, nur Podcasterin Tessa verfolgt noch eine weitere Agenda. Um die Insel rankt sich eine düstere Legende.

Vor zehn Jahren sind von dort vier Frauen spurlos verschwunden. Als Tessa erfährt, dass die Betreiberin des Retreats die Schwester einer der Vermissten ist, wittert sie neuen True-Crime-Stoff. Doch dann treibt plötzlich das vermeintlich sicher vertäute Boot auf offener See – die einzige Möglichkeit, von der Insel zu entkommen. Ein sehr solider Thriller, der neben Vorhersehbaren auch einige unerwartete Wendungen bereithält. Spannende Urlaubslektüre. (E.B.)