Bielefeld feiert ein Jahrzehnt Startup-Pioniergeist. Was 2016 als kühne Vision begann, hat Ostwestfalen-Lippe (OWL)nachhaltig verändert und auf die Landkarte der europäischen Technologie-Szene gesetzt. Doch zum Jubiläum wird nicht nur zurückgeblickt – der Fokus liegt auf der Umsetzung.

Vor zehn Jahren war das Wort „Startup“ in der Region der Familienunternehmen, Hidden Champions und Weltmarktführer noch ein Fremdwort. Heute ist das Ökosystem rund um die Founders Foundation (FF) ein beispielloser Erfolg: Mit rund 180 direkt ausgebildeten Startups, über 3.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen und mehr als 130 Millionen Euro an eingeworbenen Risikokapital hat die Organisation bewiesen, dass Nachwuchs-Unternehmertum in OWL eine feste Adresse gefunden hat. Die gemeinnützige Ausbildungsschmiede ist zum Motor für den digitalen Wandel im Mittelstand geworden – ermöglicht durch das Engagement der Bertelsmann Stiftung und getragen vom Geist der Unternehmerfamilie Mohn.

Vom Wissen zum Machen

„10 past – 100 ahead“ lautet das Motto zum runden Geburtstag. Denn trotz der Erfolge sieht die Founders Foundation eine zentrale Herausforderung für den Standort Deutschland: Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem.

Das “Why” der Organisation gibt die Antwort: „Wir glauben, dass unternehmerisches Denken und Handeln essentiell sind, um jede Art von Wandel positiv  zu gestalten.”

Dabei geht es den Akteuren und ihren Unterstützern längst nicht mehr nur um die reine Ideenphase. Die Strategie zielt darauf ab, Gründerpersönlichkeiten zu befähigen, Chancen frühzeitig zu identifizieren und die notwendige Entscheidungskraft für den Markt zu entwickeln. Dieser Ansatz adressiert eine zentrale Herausforderungen des Standorts: Während die Industrie unter wachsendem Wettbewerbsdruck steht, gelingt es der Wissenschaft noch zu selten, Spitzenforschung in marktfähige Produkte zu übersetzen. In diesem Spannungsfeld positioniert sich die Founders Foundation für die kommenden Jahre verstärkt als operativer Katalysator, um den Transfer von der Theorie in die Praxis zu beschleunigen.

Der Brückenschlag: Hinterland of Things 2026

Dieser Drang zur Umsetzung konkretisiert sich am 18. Juni 2026 bei der ‚Hinterland of Things‘. Die Konferenz hat sich seit ihrer Premiere 2018 zu einer zentralen Schnittstelle entwickelt, an der junge Technologieunternehmen direkt auf die Entscheidungsebene des etablierten Mittelstands und internationale Investoren treffen.

Die diesjährige Konferenz steht konsequenterweise unter dem kompromisslosen Motto: „and ACTION“. Es soll ein Weckruf an die deutsche Wirtschaft sein. Während die Industrie mit Bürokratie und hohen Energiekosten kämpft, bietet die Konferenz Lösungen – durch Vernetzung, Technologie und den Transfer digitaler Innovationen in den industriellen Alltag.

Die Botschaft, die die Besucher empfangen wird an diesem Tag,ist klar: „Germany is Tired. We’re Wired“. Die Konferenz will zeigen, wie durch Kooperationen zwischen Startups und etabliertem Mittelstand nachhaltige Vorsprünge gesichert werden können. “Wer erleben will, wie aus wissenschaftlichen und politischen Erkenntnissen echte Geschäftsmodelle und Lösungen für unsere Probleme werden und wie die nächste Generation von Unternehmern den Status Quo herausfordert, darf diesen Termin nicht verpassen.” – lädt Dominik Gross, Geschäftsführer der Founders Foundation, Interessierte ein.