Andrea Tillmanns (53)
Autorin & Professorin für Physik und Messtechnik an der HSBI
Gerade ist der dritte Teil „Mimi und das Bilderrätsel“ ihrer OWL-Kurzkrimi-Reihe „Mimis neue Krimis“ erschienen. Eine Lesung von Hera Lind in ihrer Heimatstadt Grevenbroich sorgte1995 für den ersten Schreibimpuls. „Ich habe vor 30 Jahren Physik in Aachen studiert und brauchte einen kreativen Ausgleich zu dem doch eher nüchternen und sachlichem Studium. Außerdem fand ich die Idee auf Leserreise zu gehen, einfach toll“, erklärt Andrea Tillmanns.

„Schreib erst mal ein Buch“, lautete der Rat einer Freundin. „Das habe ich gemacht, es wurde veröffentlicht, aber Jahre danach habe ich fast alles herausgestrichen. Es ist dann doch ein langer Weg – zu schreiben ist etwas ganz anderes als gern zu lesen“, stellt Andrea Tillmanns schmunzelnd fest. Neben Gedichten, Kurzgeschichten und Romanen in verschiedensten Genres, hat sie ihre Aachener Mimi-Krimireihe nun nach OWL gebracht.
Ein Umzug ihrer Protagonistin Mechthild Berger, genannt Mimi, die in Jöllenbeck eine kleine Krimi-Buchhandlung eröffnete, machte es möglich. Auf die Idee brachte sie eine Freundin, die mal wieder einen Mimi-Krimi lesen wollte. Daher löst Mimi nun auch in OWL unblutige Kriminalfälle und Rätsel, die ohne sie meist unbemerkt bleiben würden. Andrea Tillmanns schickt sie in der Region auf Spurensuche, wo auch sie sich seit zehn Jahren zuhause fühlt. Alle drei Teile sind im lokalen Buchhandel erhältlich.
www.andreatillmanns.de
Lesung: 5.7., 14 Uhr, „Literatur – ein nachhaltiger Stoff für die Zukunft“ mit Autor*innen des Literaturmagazins Tentakel, auto-kultur-werkstatt Bielefeld, Teichstr. 32
David alias „Avidence“ (24)
Musikproduzent
„Ich lebe seit rund zwei Jahren in Bielefeld und schätze die Ruhe, die man hier zum kreativen Arbeiten hat“, so der unabhängige Musikproduzent, der neben seiner Ausbildung eng mit verschiedenen Künstlern zusammenarbeitet. Allerdings sind bislang noch keine größeren Projekte in seiner Wahlheimat entstanden, da viele seiner Kooperationen über ein Netzwerk laufen, das er sich deutschlandweit aufgebaut hat. „Trotzdem sehe ich Potenzial in der Stadt und bin auf der Suche nach jungen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region.
Gerade im Bereich Trap und Hip-Hop würde ich mich freuen, künftig mehr Projekte direkt in Bielefeld umzusetzen“, unterstreicht David. Einer, mit dem er schon länger zusammenarbeitet, ist der Rapper FreeZi aus dem Raum Köln. Während ihrer gemeinsamen Zeit in einer WG wuchsen die beiden auch musikalisch enger zusammen. Für FreeZi hat David die meisten der veröffentlichten Songs produziert, wodurch er auch mit anderen Künstlern in Berührung kam. Gemeinsam haben sie beispielsweise den Song „zu zweit“ mit dem Rapper ONE EIGHTY geschaffen.

In Zukunft würde David gerne einmal mit Rin zusammenarbeiten. „Mich begeistert seine Art, verschiedene Einflüsse miteinander zu verbinden und dabei trotzdem einen ganz eigenen Sound zu schaffen“, unterstreicht der junge Produzent. „Grundsätzlich ist für mich aber die kreative Chemie entscheidend – ich arbeite am liebsten mit Künstlern zusammen, die offen für neue Ideen sind und den Mut haben, ihren eigenen Weg zu gehen.“
Instagram: https://www.instagram.com/prodby_avidence/
YouTube: https://www.youtube.com/@prodbyavidence
Maik Gärner (27)
Physik-Doktorand
Eine große Bühne, rund 1.000 Besuchende und Forschung, die in drei Minuten begeistern soll: Das ist FameLab Germany, Deutschlands größter Wettbewerb im Wissenschaftserklären. Am 1. Juli steigt das Finale in der Bielefelder Rudolf-Oetker-Halle – ausgerichtet von der Wissenswerkstadt Bielefeld.

Ein Bielefelder hat ein Heimspiel: Physik-Doktorand Maik Gärner gewann den regionalen Vorentscheid in der Wissenswerkstadt mit einem Beitrag über neuartige magnetische Datenspeicher, also die Technik, mit der Smartphones Fotos, Videos und andere Daten speichern. Der Doktorand erklärte, wie sich diese Technologie künftig noch effizienter machen lässt.
Der Lokalmatador, der aktuell in der Arbeitsgruppe „Dünne Schichten und Nanostrukturen“ bei Senior Professor Dr. Günter Reiss an der Uni Bielefeld promoviert, tritt als einer von zehn Nachwuchsforschenden aus ganz Deutschland an. Die Regeln: kein Fachjargon, keine PowerPoint, kein Ablesen. In 180 Sekunden sollen Jury und Publikum überzeugt werden. FameLab-Wettbewerbe finden weltweit statt. Teilnehmen können Masterstudierende, Promovierende und junge Forschende ab 21 Jahren aus Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften. Ihr Thema dürfen die Teilnehmenden selbst aussuchen. Das Bundesfinale zählt zu den weltweit größten FameLab-Veranstaltungen. Wer sich hier die Deutschland-Krone holt, hat das Ticket zur Weltmeisterschaft im kommenden Dezember in Polen in der Tasche.
Tipp: Am 1. Juli findet das Deutschland-Finale des Wissenschaftswettbewerbs in der Rudolf-Oetker-Halle statt. Nähere Infos: www.famelab-germany.de
Omkar Gharat (26)
Data-Science-Student an der HSBI
Künstliche Intelligenz ist für Omkar Gharat weit mehr als ein Zukunftsthema – sie ist sein Werkzeug, um konkrete Probleme zu lösen.
Der gebürtige Inder studiert den englischsprachigen Research Master „Data Science“ an der Hochschule Bielefeld (HSBI) und hat jetzt gemeinsam mit zwei Mitstreitern den ersten Platz beim MittelstandsMakerthon NRW – veranstaltet vom Bielefelder Research + Innovation Campus (BRIC) und der Mittelstandsplattform NRW.Bank. – gewonnen.

Die Herausforderung: Für den Potts Park in Minden sollte ein System entwickelt werden, das Besucherzahlen möglichst präzise vorhersagt. Eine Aufgabe mit großer Bedeutung für Personalplanung, Gastronomie und Einkauf. Gemeinsam mit seinem Team entwickelte Omkar Gharat innerhalb von nur drei Tagen einen KI-gestützten Prototypen, der Wetterdaten, Ferienzeiten, Feiertage und weitere Einflussfaktoren analysiert und daraus Prognosen ableitet. „Bisher gab es keine Möglichkeit, die verschiedenen Einflussfaktoren systematisch zu kombinieren“, erklärt der Student. Besonders spannend fand er dabei die Verbindung von Theorie und Praxis. Genau das hat ihn auch nach Ostwestfalen geführt. „Das Studium hat mir das Fundament gegeben, ein Geschäftsproblem in eine Data-Science-Lösung zu übersetzen“, sagt er. Statt abstrakter Modelle stehen reale Anwendungsfälle im Mittelpunkt – und die können durchaus preiswürdig sein.
Der Erfolg beim Makerthon bestätigt für ihn, wie viel Potenzial in datenbasierten Lösungen steckt. Gleichzeitig weiß der Nachwuchsforscher, dass gute Ergebnisse vor allem von guten Daten abhängen. Sein Wunsch: noch größere historische Datensätze, um Prognosen künftig weiter zu verbessern.