GENIALE im XL-Format
Wissenschaft, die Spaß macht und neugierig werden lässt: Dafür steht die GENIALE 2026 in Bielefeld. Unter dem Motto „Wie geht’s uns?“ dreht sich im Oktober und November in der Wissenswerkstadt alles um körperliche und mentale Gesundheit. Mit 115 Angeboten und rund 500 Terminen ist die diesjährige Ausgabe so groß wie nie – von Ausstellungen und Workshops über Thementage bis zu Bühnenshows. 95 Prozent der Veranstaltungen sind kostenlos, Vorwissen ist nicht nötig.

„Die GENIALE holt Wissenschaft mitten in die Stadt“, sagt Projektleiterin Maria Munzert. Statt trockener Vorträge gehe es um „Ausprobieren, Staunen und Mitmachen“. Ob Klima und Gesundheit, Medienzeit für Kinder oder Fitness im Alter: Besucher:innen können Fragen stellen und selbst experimentieren. So wird aus abstrakter Forschung etwas, das ganz konkret mit dem eigenen Leben zu tun hat.
Viele Programmpunkte sprechen ausdrücklich Erwachsene an. An sechs „SchLaDos“ – den Schlauen Langen Donnerstagen – geht es nach Feierabend um Themen wie Gehirn, seelische Gesundheit, Alter(n), Umwelt und Gesundheit oder Frauen. „Viele verbinden die Wissenswerkstadt gerade noch eher mit Familienangeboten. Wir richten uns aber generell an alle Altersgruppen“, sagt Munzert. Und auf der Bühne wird es prominent: Die Ärztin und Bestseller-Autorin Giulia Enders ist zu Gast, ebenso TV-Mediziner Doc Esser. Eine Fake-Show nimmt Gesundheitsmythen unter die Lupe, und WDR 5 zeichnet sein „Philosophisches Radio“ auf. Für Familien finden an sieben Nachmittagen – meist samstags und vor allem in den Herbstferien – abwechslungsreiche Programme für kleine und große Neugierige statt.
Wissen macht Spaß
Dass ein Programm dieser Größe nicht nebenbei entsteht, weiß Maria Munzert nur zu gut. Mehr als 30 Institutionen und zahlreiche Forschende und Expert:innen haben Ideen beigesteuert.

Das Rückgrat des Programms bildet der Input aus der Universität Bielefeld und der Hochschule Bielefeld. „Das alles so zu planen, dass ein rundes Programm ergibt, war schon ein Kraftakt“, erzählt sie. Gleichzeitig ist es genau dieses „Puzzeln“, das ihr Spaß macht.
Im Mittelpunkt steht eine einfache Idee: Wissenschaft soll nicht im Elfenbeinturm bleiben, sondern in der Stadtgesellschaft stattfinden. Besucher:innen sollen mitreden, nachfragen und sich eine eigene Meinung bilden. „Im besten Fall gehen die Besucher:innen mit dem Gefühl nach Hause, dass Wissenschaft nichts Abgehobenes ist, sondern unser Leben im Alltag bereichert“, sagt die Projektleiterin. Vielleicht entsteht dabei ein neuer Blick auf die eigene Gesundheit – oder einfach die Erkenntnis, dass Forschung überraschend unterhaltsam sein kann.
Und wer nach einem Besuch mit einem Lächeln nach Hause geht? Für Maria Munzert ist auch das ein Erfolg: „Wenn jemand einfach nur einen richtig schönen Tag bei uns in der Wissenswerkstadt hatte, ist auch schon viel gewonnen.“
www.wissenswerkstadt.de/geniale
Fotos: Sarah Jonek, Wissenswerkstadt